Teufelskraut
oder Gottesgabe? Der Autor schreibt keine verbissene Verteidigung des
Rauchens und schon gar kein Plädoyer für den gedankenlosen Konsum
von Tabak. Er schreibt unterhaltsam, klug und sachlich funderiert für
den massvollen Geniesser und die gelassene Tabakabstinente.
Das erste Kapitel ist der Cigarre gewidmet. Das zweite erschliesst einen philosophischen, sensorischen und theologischen Zugang zum Thema. Das dritte Kapitel befasst sich mit Pfeife und Beedies. |
FORTSETZUNG BUCHBESCHRIEB | RAUCHERFREUDEN
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«Natürlich
ist nun – theologisch gesprochen – auch die Cigarre ein Kind
des Sündenfalls; so wie alle Kultur, die uns die Rückkehr zum Paradies
versperrt, ein Kind des Sündenfalls ist.
Aber die Cigarre ist gleichzeitig göttlich (herba divina), weil sie uns
vor der eisigen Konsequenz des absolut Bösen bewahrt, uns Zeit schenkt,
Musse und Ruhe, und uns vor überstürzten Entscheidungen und übermässigen
Affekten schützt. Mark Twains berühmtes Diktum ‹Wenn man im Himmel
nicht rauchen darf, gehe ich nicht hin› ist also keineswegs blasphemisch,
sondern beweist tiefe cigarro-ethische Einsicht. Wohin jedoch der Wahn
führt, die gesündeste und beste aller Welten, ja das Paradies auf Erden
schaffen zu können, haben uns die Eskapaden militanter Nichtraucher und
Asketen der Weltgeschichte gezeigt.»
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LESEPROBE | RAUCHERFREUDEN
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Thomas Brunnschweiler, Dr. phil., ist Schriftsteller, Journalist und Verfasser von Anagrammen. Seine Kolumnen zum Rauchen erschienen in den Jahren 1998 bis 2002 im NZZ-Folio, die längeren Essays zwischen 1997 und 2002 in der Zeitschrift Cigar.
Sonja Studer, Grafikerin und Illustratorin, führt seit 1998 ihr eigenes Atelier in Zürich. Mit ihren Illustrationen kommentiert sie Brunnschweilers Texte auf feinsinnige Art.
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AUTOREN | RAUCHERFREUDEN
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Basler
Zeitung
«Es könnte vorkommen, dass sich auch der überzeugteste
Nichtraucher bei der Lektüre des Buches amüsiert. Es macht grossen
Spass, geistig im Salon neben Thomas Brunnschweiler und Gilbert de Montsalvat
Platz zu nehmen und dem gepflegten Gespräch zu lauschen. So sinnieren
sie darüber, warum Tiere nicht rauchen. Ja, warum eigentlich? Beweist
dies, dass das Tier dem Menschen überlegen ist? Oder ist Rauchen
ein zutiefst kultivierter Habitus des Menschen, ja, seine grösste
kulturelle Errungenschaft? Das unterhaltende und informative Buch mit
Illustrationen von Sonja Studer ermöglicht einen sprachwissenschaftlichen,
religionsgeschichtlichen, ethischen und sensorischen Zugang zum Rauchen
– ohne Gesundheitsrisiko und ohne stinkende Kleider nach der Lektüre.»
Tages-Anzeiger
«Wer es heutzutage wagt, ein gutes Wort für die Raucher einzulegen,
riskiert im günstigsten Fall Kopfschütteln, in anderen Fällen
auch ein eiferndes oder geiferndes Echo. Thomas Brunnschweiler erzählt
unbeeindruckt von den Freuden und den kulturellen Zusammenhängen
des Rauchens, berichtet Fakten und Anekdoten, schildert Erlebnisse, zieht
Vergleiche. Wobei: Sein gediegenes kleines Buch ist dem Genuss von Zigarren
gewidmet, einem Produkt, das der kommunen Zigarette vieles voraushat.
Der kundige Zigarren-Gourmet mit seinem umständlichen Zeremoniell
raucht ganz anders als der gestresste, unter Gruppendruck stehende Zigarettensüchtige.
Auch beim Nikotin, so lernt selbst der Nichtraucher, darf man nicht alles
in einen Topf werfen.»
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ECHO | RAUCHERFREUDEN
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