|
Aus Kapitel VI: Malcantone und Tresatal
Das Refugium der Selbstkelterer
Daniel Huber hat seinen Winzerbetrieb in den letzten Jahren auf feste
Beine gestellt. Rund 30 000 Flaschen erzeugt er heute aus dem Ertrag von
sieben Hektar. Nicht verändert hat er sich selber, und unverändert
ist auch seine Arbeitsweise: Huber erzeugt seine Weine mit einer Art traumwandlerischer
Sicherheit. Der ruhige, bedächtig wirkende und für viele, die
ihn nicht kennen, verschlossene Mann arbeitet mit grosser Seelenruhe.
Mit einer gesunden Portion Humor schützt er sich vor den berufsbedingten
Unbilden. Retuschen, Veränderungen an seinen Weinen sind immer wohl
überlegt und erprobt. Geschickt ist die Mischung aus Intuition, Berechnung
und dosiertem Risiko, mit der er zu Werk geht. Er überstürzt
nichts, schaut seinen Kollegen lieber zweimal über die Schulter,
vergewissert sich doppelt und entscheidet schliesslich pragmatisch. Von
diesen Freunden – den Kaufmanns, Klauseners, Stuckys und Zündels
– hat er tatsächlich viele Anregungen aufgenommen, er selber
bringt sie mit seinen Überlegungen und Fragen auch wieder weiter.
Vom Biowinzer Rolf Kaufmann aus Sessa hat er ein Flair für den ökologischen
Weinbau übernommen. An Eric Klausener imponierte sein Umgang mit
dem Traubengut. Adriano Kaufmann interessierte ihn für neue Weinkellertechniken.
Auf Werner Stuckys Spuren ergründete er die Struktur des Weins. Und
mit Christian Zündel diskutiert er – vorzugsweise während
spannender Billardpartien – über Experimente in den Reben wie
im Keller.
Dal capitolo VI: Il Malcantone e la valle della Tresa
Il rifugio del vitivinicoltore
Negli ultimi anni, Daniel Huber ha dato delle ottime basi alla sua azienda
vitivinicola. Attualmente riempie circa 30 000 bottiglie con il prodotto
di sette ettari. Ma lui non è cambiato, né ha modificato
il proprio modo di lavorare: Huber realizza i propri vini con la sicurezza
di un sonnambulo. Quest'uomo tranquillo, dall'apparenza riflessiva e –
per molti che non lo conoscono – chiusa, opera con grande tranquillità
d'animo. Con una sana dose di umorismo si difende dalle ingiustizie della
professione. Ritocchi e modifiche ai suoi vini sono sempre meditati e
verificati, così come risulta accorta la miscela di intuizione,
calcolo e rischio dosato con cui si mette all'opera. Non precipita nulla,
preferisce soffermarsi due volte a osservare i colleghi, fa confronti
incrociati e quindi decide in maniera pragmatica. Da questi amici - i
Kaufmann, i Klausener, gli Stucky e gli Zündel – ha effettivamente
ricevuto molti stimoli, che egli stesso ha in seguito saputo sviluppare
con le sue riflessioni e le sue domande. Da Rolf Kaufmann, viticoltore
biologico di Sessa, ha preso il fiuto per la viticoltura ecologica. Di
Eric Klausener lo ha impressionato l'approccio all'uva. Adriano Kaufmann
ha suscitato il suo interesse per le tecniche di cantina. Sulle tracce
di Werner Stucky ha sondato la struttura del vino. E con Christian Zündel
discute – preferibilmente nel corso di avvincenti partite di biliardo
– di esperimenti nel vigneto e in cantina.
|
LESEPROBEN | TICINO DEL VINO
zurück
|
| Welt am Sonntag,
Stuart Pigott
«Das Hauptproblem bei Büchern, die für Weinbegeisterte
geschrieben werden, besteht darin, dass sie nicht selten unlesbar trocken
sind. Ausserdem stellen sich die anscheinend sorgfältig recherchierten
Fakten oft als Informationen von zweifelhafter Zuverlässigkeit heraus,
die von den Produzenten selbst geliefert wurden.
Martin Kilchmanns Ticino del Vino hingegen basiert auf ausführlichen
Nachforschungen und ist in einem Stil geschrieben, der das Tessin und
seine Spitzenproduzenten lebendig werden lässt. Der Umschlag ist
zwar langweilig, aber die ruhige Eleganz der Schwarzweiss- und Farbaufnahmen
von Jörg Wilczek im Buch verleihen ihm eine eigene Dimension.»
SonntagsZeitung
«Weinbücher sind keine Romane. Oft kostet es Überwindung,
sich in ihren Inhalt zu vertiefen. Und nur wenigen Autoren gelingt es,
ihre Leser zu fesseln. Martin Kilchmann gehört zu diesen wenigen,
wie sein neues Buch beweist. Er lässt die Leser nicht nur an seinen
Kenntnissen über das Tessin, sondern auch an seiner Liebe zur Landschaft,
zu den Menschen und ihren Weinen teilhaben. Sachkundig und engagiert führt
er durch den Ticino del Vino, von der Leventina über
das Luganes bis hin zum Mendrisiotto, dem Tor zur Lombardei.»
Tages-Anzeiger, Eva Zwahlen
«Ein bestechend schön gestaltes Buch, fundiert, gut geschrieben,
grossartig bebildert. Eine umfassende Darstellung einer der interessantesten
Weinregionen der Schweiz und ihrer faszinierenden Weinmacher.»
Welt am Sonntag, Stuart Pigott
«Martin Kilchmanns ‹Ticino del Vino› basiert auf ausführlichen
Nachforschungen und ist im Stil geschrieben, der das Tessin und seine
Spitzenprodukte lebendig werden lässt. Der Umschlag ist zwar langweilig,
aber die ruhige Eleganz der Schwarzweiss- und Farbaufnahmen von Jörg
Wilczek im Buch verleihen ihm eine eigene Dimension.»
SonntagsZeitung
«Weinbücher sind keine Romane. Oft kostet es Überwindung,
sich in ihren Inhalt zu vertiefen. Und nur wenigen Autoren gelingt es,
ihre Leser zu fesseln. Martin Kilchmann gehört zu diesen wenigen,
wie sein neues Buch beweist. Er lässt die Leser nicht nur an seinen
Kenntnissen über das Tessin, sondern auch an seiner Liebe zur Landschaft,
zu den Menschen und ihren Weinen teilhaben. Sachkundig und engagiert führt
er durch den ‹Ticino del vino›, von der Leventina über
das Luganese bis hin zum Mendrisiotto, dem Tor zur Lombardei.
Auf seiner abwechslungsreichen Route ist er aber nicht der folkloristische
Reiseführer, der seinen Lesern die hübsche Kulisse vorführt,
die Schwachstellen dahinter indes verschweigt. Er richtet das Augenmerk
auf eine Region und deren wunderbare Weine, hat aber auch den Mut zur
Kritik, wenn es darum geht, die Qualität und Authentizität dieser
Erzeugnisse zu wahren. Zudem ist sein Buch eine Erinnerung an alle Weinfreunde,
die ob der modischen Begeisterung für die Gewächse der Neuen
Welt vergessen haben, dass auf hiesigen Böden Tropfen von Charakter
und Klasse erzeugt werden.»
Weinländer Zeitung, Hans Peter Maurer
«Im Mittelpunkt des Buches stehen die Landschaft und ihr Wein. Martin
Kilchmann lässt einen seine Liebe zum Merlot, den Menschen um dessen
Umfeld herum und zur Landschaft spüren. Sachkundigkeit und totales
Engagement zeichnen sein Buch aus! Es ist nicht nur ‹Schönmacherei›,
wie es leider nur allzu oft in anderen Werken betrieben wird, nein, der
Autor hat auch Mut zu kritischen Anmerkungen. Vor allem dann, wenn es
um die Qualität und Authentizität der Produkte geht. Martin
Kilchmann ist ohne Zweifel der profundeste Kenner des modernen Tessiner
Weinbaus in der Schweiz. Er ruft allen Weinfreunden in Erinnerung, dass
auch auf heimischen Terrains Rebensäfte von grossem Charakter und
Spitzenqualität gemacht werden; man also nicht immer nach Exoten
Ausschau halten muss. ‹Das Tessin muss keine Bordeaux- und Überseekopien
liefern, sondern Weine, die in Geruch und Geschmack ihre südalpine
Herkunft offen legen. Merlots, die vom Tessin erzählen, von seinen
Bergen, Tälern und Seen, von der üppigen Vegetation, aber auch
vom besonderen Klima zwischen Milde und Härte. Weine, die zudem die
Handschrift ihres Winzers tragen. So wären dann wohl elegante, feine,
finessenreiche Gewächse zu erwarten und keine Kraftpakete. Weine
aus einem Guss, einfach, aber nicht simpel, profiliert, aber nicht geltungssüchtig.›»
|
ECHO | TICINO DEL VINO
zurück
|