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5 Hochhaus*-Geschichten von Marion Elmer und 5 Hochhäuser fotografiert von Tom Kawara

(auch als Leporello erhältlich)

Kirchgemeindehaus Wipkingen

39 m, 9 Geschosse, Hans Vogelsanger, Albert Maurer, 1932

 

Wie ein unerschütterlicher Wächter steht der markante Turm des Kirchgemeindehauses in der Verkehrsbrandung. Sein einstiger Glanz hat etwas Russ abbekommen, und der neue, grün schimmernde Hochhaus-Riese ganz in seiner Nähe stellt ihn buchstäblich in den Schatten: Und doch ist der Bau mit dem filigranen, verschmitzten Ecktürmchen ein Juwel inmitten kleiner, grauer Häuser. Weiterlesen

Wohnhochhäuser am Letzigraben

33 m, 12 Geschosse, A. H. Steiner, 1952

 

Selbstverständlich und unprätentiös stehen sie da. Ihre städtebauliche Setzung am Platz verliert trotz jüngerer, spektakulärer Bauten nicht an Bedeutung. «Hier beginnt die Stadt», signalisieren sie stadteinwärts Fahrenden. Weiterlesen

Geschäftshaus zur Bastei

26,5 m, 9 Geschosse, Werner Stücheli, 1955

 

Wohltuend hebt sich «die Bastei» von den steinernen Bauten der Umgebung ab und fügt sich doch harmonisch in die Gesamtsituation ein. Das Licht- und Schattenspiel im blauen Carrara-Glas der Fassade lässt sich von der Bärenbrücke aus am besten bewundern. Aus der Nähe faszinieren die beiden Löcher in der dem Wasser zugewandten Eisenbetonscheibe. Weiterlesen

Personalhochhaus Universitätsspital

54 m, 18 Geschosse,Jakob Zweifel, 1959

 

Für Architekturliebhaber hält die Tramfahrt vom Bahnhof Richtung Zoo eine Art «Chileli von Wassen»-Erfahrung bereit: Schon auf Höhe der ETH erhascht man einen ersten Blick auf die minimalistische Krone des hohen Wohnturms. Wenige Minuten und eine Abzweigung später lässt sich seine fein gerasterte Fassade mit den prägenden vertikalen Betonbändern aus nächster Nähe bewundern. Und eine Kurve weiter oben wendet uns das Gebäude seine schmale, verschlossenere Seite mit den flächigen Tragpfeilern zu. Weiterlesen

Hohes Haus Weststrasse

35 m, 11 Geschosse, Loeliger Strub, 2013

 

Mit dem Hohen Haus hat die Weststrasse, 2009 vom Schwerverkehr befreit und als Wohnstrasse wiederbelebt, einen ersten Eck- und Glanzpunkt erhalten, und der Platz, der vorher kein richtiger war, einen Kopfbau. Aus einem fünfgeschossigen Sockel, der auf die Traufkante der umliegenden Häuser Bezug nimmt, wächst ein eleganter Turm in die Höhe. Zum Platz hin wirkt das Gebäude als Fläche und begrüsst Herankommende mit seinen weiten Öffnungen – Bar im EG, Balkone, grosse Fenster – und einer schimmernden Fassade aus golden eloxierten Aluminiumprofilen. Weiterlesen

*Ab 25 Metern Höhe gilt ein Haus in der Stadt Zürich als Hochhaus.